Hintergründe




König Wenzel

Wenzel von Luxemburg aus dem Geschlecht der Luxemburger, Beiname: der Faule


Nachdem nach Zwistigkeiten innerhalb des Hauses Luxemburg der böhmische König Wenzel, Sohn des verstorbenen Kaiser Karls IV., von aufrührerischen Adeligen in Prag gefangen genommen wurde, verbrachte man ihn nach Oberösterreich.















Am 5. Juli 1394 wurde er an Kaspar und Gundaker von Starhemberg übergeben, die ihn auf Burg Wildberg in einem Turmzimmer gefangen hielten. Auf Drängen deutscher Fürsten wurde er jedoch bereits am 1. August 1394 wieder freigelassen.


Adalbert Stifter









Adalbert Stifter machte Schloss Wildberg zum Schauplatz seiner Fragment gebliebenen 1830 entstandenen Erzählung Julius.


Er erwähnt die Burg auch in der Erzählung Der Waldgänger: "... sie kamen an jenem Schlosse vorüber, das aus dem edelsteinfunkenden Laubdache mit seinen alten Mauern und dem finsteren runden Turme in die Tiefe hernieder schaut, und wo einst jener böhmische König Wenzelaus gefangen war ..."



Helmut Heinz Ecker









Im Jahr 1983 gründet der beliebte Rundfunksprecher und Schauspieler Helmut Heinz Ecker den Kulturverein Schloss Wildberg. Unter seiner Leitung wurde das Schloss

zu einem Kulturzentrum adaptiert. 


SchlossWildberg* - Feste & Feiern - Theater & Musik

1145

wird „Castrum Wiltperch“ erstmals urkundlich erwähnt.

Besitzer ist Gottschalk von Wildberg, der letzte männliche Nachkomme aus dem hochfreien Gründergeschlecht der Haunsperger, die ehemals auch Linz besaßen.

Um Burg und Herrschaftsgebiet seiner Tochter Adelheid vererben zu können, „schenkt“ der letzte Haunsperger seinen Besitz unter einer Lehensbedingung dem Bischof von Passau.


1198

kommt die Herrschaft Wildberg als bischhöflich-passauisches Lehen an den Haunsperger-Schwiegersohn Gundaker von Starhemberg aus dem Gefolge der steirischen Ottokare.

Die ‚Veste’ Wildberg mit ihrem 30 Meter hohem Wehrturm beherrscht den Haselgraben, die damals einzige Handelsstraße zwischen Donau und Böhmen.


1394

ist die Burg Wildberg Blickpunkt der europäischen Geschichte – der deutsche König Wenzel mit Sitz in Prag, wird von böhmischen Fürsten abgesetzt und gefangen genommen.

Am 5. Juli wird er im Wehrturm von Wildberg eingesperrt.

Auf Drängen der deutschen Kurfürsten wird der König am 1. August frei gelassen und kehrt auf seinen Königsthron in Prag zurück.


1594

zählt Wildberg zu den verteidigungsfähigen Fluchtburgen des Landes ob der Enns.


1665

zerstört ein Großbrand die Burg Wildberg. Wiederherstellungsversuche bleiben erfolglos, einige Gewölbeteile fallen ein, die Burg wird zur Ruine.


1674

errichtet Heinrich Wilhelm von Starhemberg am Vorplatz der Burg auf gotischen Bauteilen das jetzige Schloss Wildberg.


1984

übergibt der damalige Besitzer, Heinrich Rüdiger von Starhemberg, das Schloss zur „Fruchtnießung“ dem Kulturverein Schloss Wildberg, der seither umfangreiche Restaurierungen durchführt.


Schlosshof, Rittersaal und das „Gotische Gewölbe“ (die ehemaligen Stallungen) bieten nun öffentliche Kunstausstellungen, Lesungen, Vorträge, Konzerte, Film-, Theater- und Opernaufführungen sowie viele weitere Veranstaltungen.


seit 2004

gestalten der Kulturverein SONARE und der Kulturverein Schloss Wildberg gemeinsam das Kulturprogramm auf Schloss Wildberg.


Schloss Wildberg ist ein Privatbesitz und ganzjährig bewohnt.




































 

Aus der SchlossWildberg* Chronik